Wertschöpfung

Das Szenario 2035

Deutschland befindet sich im „driving seat“. Wirtschaft und Politik steuern die eigene Entwicklung proaktiv. Deutschland setzt internationale Standards und ist nicht überreguliert, sondern Politik schafft Freiräume. Eine enge Kooperation mit europäischen und internationalen Partnern, ein klares Zielbild, gut ausgebaute Infrastruktur sowie ein verlässlicher regulatorischer Rahmen schaffen beste Bedingungen für Wertschöpfung.


Die Empfehlungen

  • Investitionsausgaben von Bund, Ländern und Kommunen dauerhaft auf 3 Prozent des BIP
  • 100 Prozent Netzabdeckung – auch im ländlichen Raum
  • Neue Initiative zur Entbürokratisierung mit zügiger digitaler Abwicklung und Blick auf KMU
  • Weitere EU-Handelsabkommen, Transparenz in globalen Lieferketten
  • Steuerdebatte, Veränderung bei Steuern, breitere Steuerbasis
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Die staatliche Investitionsquote wird definiert als der Anteil der Bruttoanlageinvestitionen des Staates (Bund, Ländern, Kommunen) am Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Prozent.

Deutschland liegt bei den staatlichen Investitionen in das Bruttoanlagevermögen mit nur 2,5 Prozent BIP-Anteil unter dem EU-Durchschnitt von 3 Prozent. Eine geringe Staatsquote ist nicht per se problematisch, solange die notwendigen Investitionen in den Kapitalstock beispielsweise durch private Träger getätigt werden und eine moderne, funktionsfähige Infrastruktur vorhanden ist. Mangelt es jedoch daran, so ist der Staat gefordert, durch Investitionen und bessere Rahmenbedingungen die Voraussetzungen für ein höheres Produktivitätswachstum und damit auch für ein stärkeres Wachstumspotenzial zu schaffen sowie seine Investitionen zu erhöhen, komplementär zu privaten Unternehmensinvestitionen.

Die Bruttowertschöpfung berechnet sich als der Produktionswert (Wert aller erzeugten Waren und Dienstleistungen) abzüglich der Vorleistungen über alle Wirtschaftszweige. Dadurch wird der im Produktionsprozess geschaffene Mehrwert erfasst.

Die Wertschöpfung weist auf die Wirtschaftskraft und die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes hin. In Deutschland wird eine durchschnittliche Wertschöpfung von knapp 42.000 Dollar pro Kopf erwirtschaftet. Damit liegen wir im Vergleich unserer Länderauswahl auf Rang 6 und u.a. hinter den USA, der Schweiz oder Schweden. Seit 2005 kann die Entwicklung der öffentlichen Investitionen im Euroraum nicht mit der positiven Entwicklung in Deutschland mithalten. Dies ist sicherlich noch durch die Finanzkrise bedingt. Im EU-Vergleich liegt die Bruttowertschöpfung Deutschlands im Bereich Industrie deutlich über dem Durchschnitt, im Bereich Bauwesen und Dienstleistungen in etwa im europäischen Mittel und in der Land- und Forstwirtschaft deutlich unter dem Durchschnitt der EU-Mitgliedstaaten.

Die Bruttoanlageinvestitionen umfassen den Wert der Anlagen, die von inländischen Wirtschaftseinheiten erworben werden, um sie länger als ein Jahr im Produktionsprozess einzusetzen. Sie setzen sich zusammen aus: Ausrüstungen (Maschinen und Geräte), Bauten (Wohnbauten, Nichtwohnbauten) und sonstigen Anlagen (größtenteils bestehend aus Forschung und Entwicklung, Software und Datenbanken). (Definition Destatis)

Ø DE: 8.543 Euro

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt sind die Bruttoanlageinvestitionen in der letzten Dekade leicht von 19,5 Prozent auf 22,1 Prozent angestiegen. Mit über 11.000 Euro je Einwohner steht Bayern an der Spitze der Bruttoanlageinvestitionen in Deutschland. Am investitionsschwächsten zeigt sich Sachsen-Anhalt, wo im Jahresverlauf nur etwa halb so viel in Anlagen, Infrastruktur oder Bodenverbesserungen investiert wird. Gut die Hälfte der Investitionen stammt von Unternehmen.

Das Bruttoanlagevermögen der energieintensiven Branchen (energieintensive Industrien: Papier, Glas/Keramik, Chemie, Metallerzeugung und -verarbeitung) ist zwischen 2000 und 2018 jedoch um 68 Milliarden Euro geschrumpft (in Preisen von 2010), während die nicht energieintensiven Branchen das Bruttoanlagevermögen um 104 Milliarden Euro steigern konnten.

Die Unternehmensbesteuerung wird als kombinierter Körperschaftsteuersatz (Steuersatz des Zentralstaats plus ggf. subzentraler Steuersatz) ausgewiesen.

Seit der Reform der Unternehmensteuern 2008 ist die Belastung hierzulande gestiegen, während viele andere Länder ihre Steuersätze gesenkt haben. Im Vergleich zum Durchschnitt der OECD-Staaten (22,8 Prozent) lag die durchschnittliche Steuerbelastung im Jahr 2020 in Deutschland mit knapp 30 Prozent deutlich höher. Durch die lokal zu bestimmende Gewerbesteuer, liegt die Belastung durch Unternehmensteuern in Einzelfällen bei bis zu 36 Prozent.



Die Breitbandversorgung wird über die Versorgungsquote der Haushalte über alle Technologien (mind. 50 Mbit/s) gemessen.

Ø DE: 94,5 Prozent

Die Breitbandinfrastruktur ist als Rückgrat der digitalen Transformation von großer Bedeutung. Mindestens 91,6 Prozent der Haushalte in Deutschland haben einen Breitbandzugang. Im ländlichen Raum lässt die Abdeckung jedoch weiter zu wünschen übrig. Auch Unternehmen in ländlichen Räumen sind oftmals noch abgehängt. Dort erreicht die Versorgungsquote im Schnitt nur 80,9 Prozent, in einigen Gegenden sind sogar nur weniger als drei Viertel der Haushalte versorgt. Gerade der Ausbau von Glasfaserinfrastruktur, die hohe Datenraten und schnelle Übertragung ermöglicht, verläuft schleppend. Im Durchschnitt verfügen deutschlandweit nur 14,8 Prozent der Haushalte über einen Glasfaseranschluss.

Die Breitbandversorgung im ländlichen Raum wird über die Versorgungsquote der Haushalte im ländlichen Raum über alle Technologien (mind. 50 Mbit/s) gemessen.

Ø DE: 80,9 Prozent

Die Breitbandinfrastruktur ist als Rückgrat der digitalen Transformation von großer Bedeutung. Mindestens 91,6 Prozent der Haushalte in Deutschland haben einen Breitbandzugang. Im ländlichen Raum lässt die Abdeckung jedoch weiter zu wünschen übrig. Auch Unternehmen in ländlichen Räumen sind oftmals noch abgehängt. Dort erreicht die Versorgungsquote im Schnitt nur 80,9 Prozent, in einigen Gegenden sind sogar nur weniger als drei Viertel der Haushalte versorgt. Gerade der Ausbau von Glasfaserinfrastruktur, die hohe Datenraten und schnelle Übertragung ermöglicht, verläuft schleppend. Im Durchschnitt verfügen deutschlandweit nur 14,8 Prozent der Haushalte über einen Glasfaseranschluss.

Die Breitbandversorgung per Glasfaseranschluss wird über die Versorgungsquote der Haushalte gemessen. Die Breitbandversorgung per Glasfaser gilt als zukunftssicher, da besonders hohe Datenraten erreicht werden können.

Ø DE: 14,8 Prozent

Die Breitbandinfrastruktur ist als Rückgrat der digitalen Transformation von großer Bedeutung. Mindestens 91,6 Prozent der Haushalte in Deutschland haben einen Breitbandzugang. Im ländlichen Raum lässt die Abdeckung jedoch weiter zu wünschen übrig. Auch Unternehmen in ländlichen Räumen sind oftmals noch abgehängt. Dort erreicht die Versorgungsquote im Schnitt nur 80,9 Prozent, in einigen Gegenden sind sogar nur weniger als drei Viertel der Haushalte versorgt. Gerade der Ausbau von Glasfaserinfrastruktur, die hohe Datenraten und schnelle Übertragung ermöglicht, verläuft schleppend. Im Durchschnitt verfügen deutschlandweit nur 14,8 Prozent der Haushalte über einen Glasfaseranschluss.

Die Breitbandversorgung per Glasfaseranschluss wird über die Versorgungsquote der Haushalte gemessen. Die Breitbandversorgung per Glasfaser gilt als zukunftssicher, da besonders hohe Datenraten erreicht werden können.

In Deutschland hat gerade mal ein Zehntel der Haushalte Zugang zum Internet per Glasfaseranschluss. Deutschland liegt damit unter dem EU-Durchschnitt. Spitzenreiter in unserem Ländervergleich ist Spanien, wo 80 Prozent der Haushalte einen Glasfaserzugang haben. Selbst wenn man weitere Flächenländer zum Vergleich heranzieht, zeigt sich, dass zum Beispiel Schweden und Frankreich deutlich mehr Haushalten Internetzugang per Glasfaser ermöglichen als die Bundesrepublik. Relevant ist die Versorgung v.a., wenn Geschäftsmodelle zunehmend auf digitalen Abläufen basieren und der Mangel an Glasfaseranschlüssen ganze Regionen potenziell von einem prosperierenden Wirtschaftszweig abschneidet und Gründerinnen und Gründer zum Umzug zwingt.

Wahrnehmung der Fähigkeit der Regierung, solide Politiken und Vorschriften zu formulieren und umzusetzen, die die Entwicklung des Privatsektors ermöglichen und fördern. Je höher der Indexwert, desto besser wird die Fähigkeit der Regierung wahrgenommen.

Im internationalen Vergleich hat Deutschland noch einen Spitzenplatz und liegt deutlich über dem OECD-Durchschnitt. Rechtssicherheit und unternehmerische Freiheit gehören in Deutschland zu hohen Gütern. Dennoch wird es notwendig sein, administrative Prozesse zu beschleunigen und den Digitalisierungsgrad der Verwaltung rasch zu erhöhen.