Soziale Sicherheit

Das Szenario 2035

Die positive wirtschaftliche Entwicklung hat zu Vollbeschäftigung geführt. Es gibt genügend Fachkräfte in Deutschland und ein Bildungs- und Ausbildungsprogramm hat zur erfolgreichen Integration von Geflüchteten geführt. Der Zusammenhalt ist hoch und der Sozialstaat genießt große politische und gesellschaftliche Unterstützung. Er befähigt Bürger:innen dazu, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.


Die Empfehlungen

  • Prinzip der Befähigung umsetzen mit einer Bundesagentur für Arbeit und Qualifizierung
  • Leicht zugängliches Weiterbildungssystem, Recht auf einen beruflichen Erstabschluss
  • Höherer Anteil von Mitarbeiter:innen im öffentlichen Dienst und Lehrkräften mit Migrationshintergrund
  • Flächendeckend Betreuungseinrichtungen anbieten
  • Campus-Modelle für Kitas und Schulen: Ganztägig verfügbare Angebote an einem Ort.
  • Vermögensbildung von Arbeitnehmer:innen unterstützen
  • Zukunftsfestes anreizkonformes Rentensystem mit flexiblem Eintritt und Zu- und Abschlägen
  • Absicherung von Selbständigen, auch in Kleinstunternehmen, Wechsel zwischen Beschäftigung und Selbstständigkeit vereinfachen
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Die Arbeitslosigkeit wird mit dem Anteil im Ausland geborener arbeitsloser Einwohner:innen an den erwerbsfähigen (15- bis unter 65-jährige) im Ausland geborenen Einwohner:innen angegeben.

Die Quote ist in Deutschland vergleichsweise gering.

6,5 Prozent der erwerbsfähigen im Ausland geborenen Einwohner:innen haben keine Arbeit. Das ist etwa nur halb so häufig wie in Italien oder Frankreich. In Spanien und Schweden sind die Quoten deutlich höher. Besonders gering ist die Arbeitslosigkeit in der Tschechischen Republik. In Deutschland konnte die Quote von 2020 auf 2021 reduziert werden.

Um vollständig integriert zu werden ist es unabdingbar eine Arbeitsstätte zu finden. Grundsätzlich ist die Teilhabe am Arbeitsmarkt auch für das eigene Wohlbefinden wichtig.

Um Sprachbarrieren abzubauen, die eine Integration in den Arbeitsmarkt verhindern könnten, sollten Sprachkurse flächendeckend und niedrigschwellig angeboten werden. Auch der beschleunigten Anerkennung von vergleichbaren ausländischen Abschlüssen kommt eine wichtige Rolle zu.

Der Anteil der Beschäftigten ohne beruflichen Ausbildungsabschluss gibt an, wie viele Beschäftigte keinen anerkannten Berufsabschluss aufweisen können.

Ø DE: 12,6 Prozent

Jeder achte Beschäftigte hat keinen anerkannten Berufsabschluss.

Bei den Beschäftigten ohne Abschluss ist zu beachten, dass mit dem Einigungsvertrag sehr viele Berufsabschlüsse aus der DDR anerkannt wurden. Daher stammt ein starkes Ost-West-Gefälle. Am niedrigsten ist die Quote mit 7,7 Prozent in Sachsen. Den höchsten Anteil weist Nordrhein-Westfalen auf (14,9 Prozent). Bundesweit hat der Anteil zuletzt leicht zugenommen.

Beschäftigte ohne Berufsabschluss können beim Jobwechsel Schwierigkeiten haben ihre Fähigkeiten nachweisen. Das kann sich auch auf den Lohn und das Wohlbefinden auswirken.

Die berufliche Orientierung für junge Menschen sollte verbessert werden. Weiterhin kommt der qualifizierten Weiterbildung eine wichtige Rolle zu.

Die Teilnahmequote gibt den Anteil der 25- bis 64-Jährigen an, die in den letzten 4 Wochen an Bildung und Weiterbildung teilgenommen haben.

Deutschland hat eine unterdurchschnittliche Weiterbildungsquote.

Lediglich 8,1 Prozent der 25- bis 64-Jährigen an haben 2022 in den letzten 4 Wochen an Bildung und Weiterbildung teilgenommen. EU-weit sind es 11,9 Prozent. Schweden kommt einen Anteil von 36,2 Prozent, was 7,6 Prozentpunkte mehr sind als noch 2020.

Die Fachkräfteentwicklung treibt nahezu alle Unternehmen um. Gleichzeitig ändern sich die Ansprüche an Fachkräfte. Neue Kompetenzen gewinnen an Bedeutung.

Nach dem Motto lebenslanges Lernen sollte regelmäßige Weiterbildung fester Bestandteil der Arbeitskultur werden.

Anteil der Aktiensparer:innen (Bevölkerung ab 14 Jahren).

Ø DE: 18,3 Prozent

Etwa jede/r Fünfte besitzt Aktien.

Die höchsten Anteile an Aktiensparer:innen haben die wirtschafsstärksten Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils fast einem Viertel. In den ostdeutschen Bundesländern sind die Quoten deutlich niedriger. Positiv fällt Sachsen auf, dass mit 18,3 Prozent genau im Bundesdurchschnitt liegt.

Die Vermögensbildung bzw. Altersvorsoge von Arbeitnehmer:innen wird mit dem fortschreitenden demografischen Wandel wichtiger. Sich allein auf gesetzliche Altersrenten zu verlassen, wird im Alter aller Voraussicht nach zu einem Wohlstandsverlust führen.

Beteiligungen für Mitarbeiter:innen werden unterstützt, die steuerrechtlich gegenüber anderen Anlageformen privilegiert sind.